Geschäftsbericht 2020: Digitalisierung vorangebracht

Im Pandemiejahr 2020 schloss das Bundesverwaltungsgericht dank erweiterter Telearbeit und verstärkter Digitalisierung ungefähr gleich viele Fälle ab, wie es Neueingänge verzeichnete: 6499 abgeschlossenen Fällen standen 6595 neue Fälle gegenüber.

Foto: Lukas Würmli

Die Coronapandemie prägte das Gerichtsjahr 2020 massgeblich. Trotz erschwerter Arbeitsbedingungen konnte das Bundesverwaltungsgericht ungefähr gleich viele Fälle abschliessen, wie es Neueingänge verzeichnete: 6499 abgeschlossenen Fälle (Vorjahr 7158) standen 6595 neue Fälle (Vorjahr 6969) gegenüber. Die Anzahl pendenter Fälle konnte somit praktisch stabil gehalten werden – sie lag Ende Jahr bei 5518 Fällen (Vorjahr 5422 Fälle). Die durchschnittliche Verfahrensdauer erhöhte sich leicht; sie betrug 288 Tage (Vorjahr 264 Tage).

Der Gerichtsbetrieb funktionierte trotz pandemiebedingter Restriktionen jederzeit; er wurde unter anderem mit erweiterter Telearbeit und verstärktem Digitalisieren sichergestellt. Ein im Frühjahr eingesetzter Fachstab unterstützte die Leitungsorgane beim Vorbereiten und Umsetzen der vorgegebenen Schutzmassnahmen. Um die Digitalisierung umfassend voranzubringen, lancierte das BVGer das Organisationsentwicklungsvorhaben eTAF. Neben der schrittweisen Digitalisierung bis zum Jahr 2025 hat dieses zum Ziel, die Effizienz und Effektivität der Arbeitsweise am Gericht zu optimieren und den Zugang zur Justiz zu vereinfachen.

Das zusammen mit allen sechs Abteilungen erarbeitete Ressourcenbewirtschaftungssystem EquiTAF wurde Ende Jahr dem Betrieb übergeben. Anhand von aussagekräftigen und vergleichbaren Daten zum Arbeitsaufwand in den einzelnen Abteilungen können nun Ziele und Massnahmen zur Ressourcensteuerung präziser definiert werden.

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