Das BVGer im Austausch mit der nächsten Generation

Das Bundesverwaltungsgericht bringt sich aktiv an Berufsmessen ein und sucht den Dialog mit Studierenden. So macht es erlebbar, was die Arbeit am Gericht besonders macht.

14.04.2026 - Chiara Suter

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Zwei Frauen sitzen an einem Tisch und unterhalten sich mit einer dritten Frau.
Levia Staub und Nicole Nickerson (von links). (Bild: Annette Nimzik)

Das Bundesverwaltungsgericht (BVGer) ist dort präsent, wo die juristische Zukunft entsteht: an Hochschulen, Berufsmessen und im direkten Austausch mit Studierenden. Ob an den LawDays der Universität St. Gallen oder am Career Forum oder LawFair in Freiburg: Das BVGer zeigt sich als moderne Arbeitgeberin und sucht gezielt das Gespräch mit der nächsten Generation von Juristinnen und Juristen. Dabei geht es um mehr als klassische Nachwuchsrekrutierung. Im Zentrum steht der persönliche Austausch mit Studierenden, die sich für ein Praktikum oder eine spätere Tätigkeit am BVGer interessieren oder sich ganz grundsätzlich orientieren möchten.

Einblicke in den Arbeitsalltag eines Juristen
Viele Studierende bringen ein klares Bild juristischer Karrierewege mit. Oft ist dieses geprägt von Anwaltskanzleien oder der Arbeit in der Privatwirtschaft. Das BVGer setzt hier einen Kontrapunkt und zeigt auf, wie wichtig und spannend die Tätigkeiten in der Justiz sind.

Die Gespräche zwischen den Gerichtsangehörigen und den Studierenden drehen sich häufig um konkrete Einblicke in den Arbeitsalltag: um die Vielfalt der behandelten Themen, die anspruchsvolle juristische Tätigkeit und die Möglichkeit, als Gerichtsschreiberin oder Gerichtsschreiber früh Verantwortung zu übernehmen. Gerade für junge Juristinnen und Juristen bietet das BVGer ein Umfeld, in dem sie ihr Wissen vertiefen und gleichzeitig einen direkten Beitrag zur Rechtsprechung leisten können.

«Ich schätze die Tätigkeit als Gerichtsschreiberin, weil sie vertiefte juristische Arbeit im stillen Kämmerchen mit einem Alltag verbindet, in dem man sich mit der Richterschaft und anderen Gerichtsschreibenden austauscht und anspruchsvolle Fragen gemeinsam klärt.»

Aisha Rutishauser

Perspektiven aufzeigen
Die Präsenz an solchen Veranstaltungen richtet sich nicht nur an fortgeschrittene Studierende. Auch Personen, die noch am Anfang ihres Studiums stehen oder sich erst für ein Jurastudium interessieren, erhalten einen Einblick in mögliche Karrierewege. Das BVGer zeigt dabei auf, welche Türen ein juristischer Werdegang öffnen kann und welche Rolle ein Gericht dabei spielt. So wird der Austausch auch zu einer Orientierungshilfe für alle, die ihre berufliche Zukunft noch gestalten. Um ein Praktikum beim Bundesverwaltungsgericht zu absolvieren ist ein Masterabschluss erforderlich.

Attraktiver Arbeitgeber
Das Bundesverwaltungsgericht versteht sich nicht nur als Institution der Rechtsprechung, sondern auch als attraktiver Arbeitgeber. Es bietet spannende und sinnstiftende Tätigkeiten, faire Arbeitsbedingungen sowie ein Umfeld, in dem fachliche und persönliche Entwicklung gefördert werden. Gerade diese Kombination macht das BVGer für viele Studierende interessant. «Es bietet jungen Studierenden und Hochschulabgängerinnen und -abgängern interessante Praktika von einem halben bis zu einem ganzen Jahr Dauer. Die Mitarbeitenden haben die Möglichkeit, an Sprachkursen und anderen internen und externen Weiterbildungen teilzunehmen.» sagt Annette Nimzik, Personalbereichsleiterin. Neben der anspruchsvollen juristischen Arbeit, einem breiten Spektrum an Rechtsgebieten und der Möglichkeit, früh praktische Erfahrungen zu sammeln, zeichnet sich das BVGer auch durch seine gelebte Mehrsprachigkeit aus. So bietet das Gericht französisch- und italienischsprachigen Juristinnen und Juristen die Möglichkeit, in ihrer Sprache in einem anderen Landesteil zu arbeiten. Da das BVGer das grösste Gericht auf Bundesebene ist, wird der fachliche Austausch zudem besonders gepflegt.

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