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Das Tabu rund um psychische Erkrankungen abbauen

Die ehemalige Hochschulpraktikantin Céline Jordan leitet in Zürich die Kommunikations- und Marketingabteilung einer Plattform für psychische Gesundheit. Mit ihrer Arbeit trägt sie dazu bei, psychische Erkrankungen zu enttabuisieren.

07.08.2026 - Katharina Zürcher

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Céline Jordan, psychische Gesundheit, Aepsy
«Ich schätze es sehr, täglich Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch nutzen zu können»: Céline Jordan. (Bild: Anaëlle Deschenaux)

Céline Jordan, welches sind Ihre Aufgaben als Kommunikations- und Marketingverantwortliche der Gesundheitsplattform Aepsy? 
Aepsy bietet psychologisches Coaching und Psychotherapie vor allem für Einzelpersonen, Paare und Familien an. Das Angebot richtet sich aber auch an Unternehmen, die ihre Mitarbeitenden für Fragen der psychischen Gesundheit sensibilisieren und ihnen zusätzliche Unterstützung anbieten möchten. In meiner Funktion trage ich dazu bei, psychische Erkrankungen zu enttabuisieren. Konkret koordiniere ich Marketingkampagnen, Veranstaltungen und die von uns veröffentlichten Inhalte, um einen möglichst natürlichen und offenen Umgang mit diesem Thema zu fördern. Ein Teil meiner Tätigkeit im Marketing ist zudem analytischer Natur. Diesen Aspekt finde ich in der Kommunikation zwar weniger, schätze ihn aber sehr.

Unterscheiden sich Ihre jetzigen Aufgaben stark von den Kommunikationsaufgaben, die Sie während Ihres Hochschulpraktikums am Bundesverwaltungsgericht hatten?
Ja, die Aufgaben unterscheiden sich ziemlich stark. Das BVGer war deutlich grösser, weshalb die interne Kommunikation einen viel grösseren Teil meiner Arbeit ausmachte: Intranet-News, Magazin, Fotografie, Führungen usw. Heute bin ich stärker in die externe Kommunikation und in die Art und Weise eingebunden, wie sich das Unternehmen – insbesondere online – präsentiert. Es handelt sich um andere Kommunikationskanäle und -ebenen.

Was schätzen Sie besonders an Ihrer jetzigen Arbeit?
Die Fähigkeit, schnell zu handeln. Das ist ein grosser Vorteil kleinerer Unternehmen: Entscheidungen können sehr schnell sein und die Einbindung nur weniger Personen erfordern. Dadurch lässt sich das Produkt einfacher weiterentwickeln und an unsere Bedürfnisse anpassen. Darüber hinaus überzeugt mich die Mission des Unternehmens, insbesondere das Ziel, psychologische Unterstützung leichter zugänglich zu machen. Ich glaube, dass sich das Wohlbefinden des Einzelnen positiv auf die Gesellschaft insgesamt auswirkt.

«Es ist wichtig, sich immer wieder zu fragen, warum man tut, was man tut, und das übergeordnete Ziel auch in schwierigeren Zeiten nicht aus den Augen zu verlieren.»

Céline Jordan

Gibt es auch etwas, das Sie vermissen?
Manchmal vermisse ich es, Teil einer grösseren Organisation zu sein und bei einer Kaffeepause oder beim Mittagessen Mitarbeitende aus anderen Abteilungen zu treffen. Das bietet die Gelegenheit, innerhalb derselben Institution über das eigene Team hinaus Kontakte zu knüpfen und dadurch den eigenen Horizont zu erweitern.

Ihre Muttersprache ist Französisch, Sie haben in Lugano auf Italienisch Kommunikation studiert und arbeiten jetzt in Zürich. Ist Ihr Arbeitsalltag auch mehrsprachig?
Ja, absolut. Die gemeinsame Sprache im Team ist Englisch. Daneben arbeite ich aber auch auf Französisch und Italienisch und bin ständig mit Deutsch konfrontiert. Ich schätze es sehr, all diese Sprachen täglich nutzen zu können. Das bereichert mich sowohl beruflich als auch persönlich.

Sie beschäftigen sich beruflich mit psychischer Gesundheit. Welches sind Ihre persönlichen Tipps, um auch bei hohem Arbeitsdruck gesund zu bleiben?
Mir geht es vor allem darum, ein gutes Gleichgewicht zu finden: regelmässig etwas tun, das einen abschalten und neue Energie tanken lässt – sei es kreativ, sportlich oder anders. Das hilft, langfristig durchzuhalten und sich nicht zu erschöpfen. Ausserdem ist es wichtig, sich immer wieder zu fragen, warum man tut, was man tut, und das übergeordnete Ziel auch in schwierigeren Zeiten nicht aus den Augen zu verlieren.

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